Frikassee Hühnchen-Style mit Naturreis

Hühnerfrikassee habe ich immer sehr gerne gegessen und es zu veganisieren ist ja auch gar nicht so schwer, denn das Meiste kann man locker durch vegane Alternativen ersetzen. Doch die Fleischeinlage fehlte mir in dem Fall schon ein bisschen, allein von der Konsistenz her. Obwohl ich wenig fertige Produkte nehme, habe ich die Marke „LikeMeat“ für uns entdeckt. Die Produkte schmecken uns sehr gut, sind aus Erbsprotein und Gemüse hergestellt und sind von den restlichen Zutaten auch für Ausnahmen vertretbar.

Zutaten für 5 Personen:

  • ca. 800 Gramm            Spargel (frisch oder aus dem Glas)
  • 2 Stück                          Kartoffeln, mittelgroß
  • 400 Gramm                  Champignons, weiß
  • 2 Packungen                LikeMeat Chicken-Free Strips
  • 1 Dose                            Erbsen
  • 3 Stück                           Zwiebeln, mittelgroß
  • 1 Becher                        Creme Vega
  • 1 Packung                    Pflanzen Cuisine
  • 1 Bund                          Petersilie
  • 300 Gramm                 Ananas (in Stücke schneiden)
  •  etwas                           Salz, Pfeffer, Kala Namak, Kartoffelstärke

Zubereitung:

Von dem Spargel ca. 200 Gramm in mittlere Stücke schneiden und beiseite stellen. Den restlichen Spargel zusammen mit den beiden Kartoffeln  und ca. 3-4 Stück von den Champignons in einem Topf (oder im Suppenkocher) mit ausreichend Wasser gar kochen und anschließend pürieren. (eventuell etwas Wasser abgießen, es sollte nicht zu flüssig werden.)Creme Vega hinzugeben, ebenso die Cuisine und mit Pfeffer, Muskat und optional einer kleinen Prise Kala Namak abschmecken. Bei Bedarf noch etwas mit Kartoffelstärke andicken.

Die restlichen Champignons und die Zwiebeln in feine Scheiben/Ringe schneiden und in einem separaten Topf garen. Solltet ihr frischen Spargel haben, die beiseite gestellten Stücke auch in diesem Arbeitsgang mitgaren. Danach noch die Ananasstückchen, die Erbsen, die Chicken-Free Strips und die gehackte Petersilie dazu geben und zuletzt die Sauce dazu gießen, alles gut verrühren und nochmal sanft aufkochen und ein paar Minuten ziehen lassen.

Dazu gewünschte Reissorte kochen. Wir mögen gerne Naturreis oder Duftreis.

Frikassee

Aprikosen „Spiegeleier“-Gebäck

Zu Ostern eine passende Leckerei, außerhalb der Osterzeit jedoch auch. Es geht schnell, sieht nett aus und schmeckt wirklich lecker. Wer Blätterteig nicht selbst machen möchte, nimmt fertigen (am besten gekühlten statt gefrorenen, damit man ihn ausstechen kann. Von einigen Firmen – z.B. Tante Fanny – gibt es auch Dinkel-Blätterteig), damit geht das Ganze extrem flott.

Zutaten für 24 Stück:

  • 2 Rollen                   Blätterteig, gekühlt
  • 1 Glas/Dose             Aprikosenhälften
  • 1/2  Becher              Pflanzenquark
  • 1   Stück                  Bio-Zitrone (Schalenabrieb & Saft)

 

Zubereitung:

Den Pflanzenquark mit 1 Esslöffel Zitronensaft und 3 Esslöffeln Aprikosensaft aus dem Glas/der Dose vermischen, anschließend noch den Zitronenschalen-Abrieb hinzugeben und vermengen.

Den Blätterteig mit einem ca. 8 Zentimeter Förmchen, Glas o.ä. ausstechen und auf das mit Backfolie ausgelegte Blech legen. (Die Mengen ergeben zwei Bleche). Anschließend einen Klecks von der Pflanzenquarkmischung drauf geben, etwas verteilen und eine Aprikosenhälfte mittig auflegen.

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Bei 180 Grad Umluft ca. 15 Minuten backen, bis der Quark wie beim Käsekuchen bräunlich wird.

Aprikosen-Spiegelei

Knoblauch in Öl eingelegt

Bei Knoblauch in Öl (oder auch die sauer eingelegte Variante) muss ich mich sehr zusammenreißen, nicht zu viel auf einmal zu essen. Es heißt ja zwar immer, dass man von eingelegtem Knobi nicht riecht, doch überprüfen kann ich das nicht, denn mein Mann & ich essen ihn immer gemeinsam, sodass man den Geruch eh nicht wahrnimmt. Somit übernehme ich für die Geruchsneutralität eures Atems keine Garantie 😀

Die Zutaten können hier nicht mit genauer Mengenangabe gemacht werden. Klar ist, ihr braucht ein Öl eurer Wahl (Olive, Sonneblume, Sesam, Walnuss, … eigentlich geht hier alles, solange es ein Öl ist, was nicht fest wird, wie z.B. Kokosöl) und jede Menge Knoblauch. Ich hatte für meine heutige Fuhre 5 Knollen, das ergab dann eineinhalb kleine Gläser.

Zubereitung:

Den Knoblauch schälen und in einen Topf geben. Danach mit soviel Öl begießen, dass sämtliche Zehen gut bedeckt sind. Alles auf 80 Grad erhitzen und so für 15-20 Minuten simmern lassen. Ich habe es im Soup Chef gemacht, weil ich dort die Temperatur und Zeit einstellen kann, die er dann automatisch einhält. Da muss ich nichts messen.
Wer alles im Topf zubereitet, sollte sich die Mühe machen, zu messen und kann nach Erreichen der Temperatur die Platte abschalten und nach Hälfte der Zeit wieder hochdrehen. Wenn die 80 Grad wieder erreicht sind, erneut aus machen. Es kann sein, dass es so ein paar Minuten länger braucht, bis die Zehen weich sind.

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Nach Ende der Garzeit die Zehen in ein Schraubglas geben und wieder mit soviel des Öls begießen, dass sie gut bedeckt sind. Das ist immer ganz wichtig, es darf nichts vom Knoblauch herausragen,  sondern muss komplett vom Öl umgeben sein, denn sonst schimmelt es.

Ich mag die eingelegten Zehen gerne auf Brot zum übrigen, herzhaften Belag, auf Pizza,  …  oder aber pur! Guten Appetit 🙂

Übrigens bewahre ich die Gläser nach dem Abkühlen im Kühlschrank auf. Angeblich geht es auch außerhalb, doch mir persönlich ist das zu riskant.

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Getrocknete Kichererbsen im Schnellkochtopf – Fast Flavour – zubereitet

Getrocknete Kichererbsen, eingeweicht und gekocht, sind mir geschmacklich lieber, als die aus der Konserve. Aber es ist zeitaufwändig … normalerweise. Im Schnellkochtopf – in meinem Fall der Fast Flavour Druckkochtopf – ist das jedoch relativ schnell erledigt.

Man hat zwei Möglichkeiten: Entweder, man hat am Abend zuvor  noch daran gedacht, die Kichererbsen (oder auch sonstige, getrocknete Hülsenfrüchte) einzuweichen, oder man nimmt gleich die Trockenen und kocht sie dementsprechend länger.

Wichtig jedoch: Kocht sie immer ohne Salz und würzt erst, wenn sie weich gekocht wurden. Ich kann nicht erklären, warum sie in Salzwasser nicht richtig weich werden, Tatsache ist aber, dass es stimmt, das durfte ich schon selbst erfahren.

Zubereitung eingeweicht: Die Kichererbsen mit so viel Wasser, dass sie bedeckt sind in den Topf geben, Pressure Setting auf 15-20 Minuten einstellen (kommt drauf an, ob ihr sie etwas bissfest oder wirklich weich mögt)  und einschalten. Nach Ende der Kochzeit Druck entweichen lassen, die Kichererbsen abschütten und wie gewünscht weiterverarbeiten.

Zubereitung trocken: Die Kichererbsen mit viel Wasser (mindestens 10 cm über dem Pegel der Erbsen, gerne aber auch mehr, wenn das Volumen des Topfes es zulässt) in den Schnellkochtopf geben. Es ist wirklich sehr wichtig, dass ihr ausreichend Wasser nehmt, denn die Kichererbsen saugen einiges davon in sich auf und sollen ja nicht anbrennen. Pressure Setting auf ca. 40-45 Minuten (kommt, wie schon oben, darauf an, wie weich sie sein sollen) und kochen lassen. Dann wieder nach Ende der Kochzeit Druck entweichen lassen, die Hülsenfrüchte abschütten und weiterverarbeiten.

Wohnt ihr in einer Gegend mit sehr hartem Wasser, ist es auch ratsam ca. 1-2 Teelöffel Natron in das Kochwasser zu geben. Natron macht das Wasser weich und basisch und lässt Hülsenfrüchte besser weich werden. Ich brauche das jedoch hier bei uns nicht.

Mit dem Schnellkochtopf sind Kichererbsen schnell zubereitet und lässt auch spontane Entscheidungen für ein Gericht mit ihnen zu.

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Pflanzenjoghurt mit selbstgemachtem Erbeer-Bananen-Püree

Wir mögen sehr gerne Fruchtjoghurts, doch leider kommen die meistens mit unglaublich viel Zuckerzusatz daher. Das finde ich nicht nur aufgrund der ungesunden Note doof, sondern auch, weil die Süße den Fruchtgeschmack meistens total überlagert und desweiteren mir persönlich einfach immer viel zu wenig Fruchtpüree enthalten ist.
Natürlich kann man jedes Mal die Fruchteinlage im Mixer selbst mixen, das wäre die frischeste Variante. Doch wenn man da nicht immer Lust zu hat, sondern lieber einen schnellen Vorrat möchte, der kann das Erdbeer-Bananen-Püree einkochen und immer die entsprechende Menge für den Joghurt (den man damit vermischt auch super als Eispops einfrieren kann) parat. Das Püree ist etwas flüssiger als z.B. Apfelmus, aber genau das mögen wir. Wer es fester möchte, kann dem Rezept ergänzend noch 2-3 Esslöffel Chiasamen hinzufügen.

Den Pflanzenjoghurt kann man entweder selbst machen (Rezept: klick) oder aber natürlich auch Pflanzenjoghurt natur oder ungesüßt kaufen. Da gibt es ja mittlerweile unzählige Angebote.

Übrigens nehme ich für solche Pürees durchaus auch gerne gefrorene Erdbeeren, die ich ansonsten, wenn sie als ganze Frucht aufgetischt werden soll, für „unbrauchbar“ halte, weil sie einfach sehr matschig werden und dadurch unansehnlich sind. Aber zum Einkochen des Pürees finde ich sie super, weil sie auch schön viel Saft abgeben und sie machen einem die Arbeit noch leichter & schneller, da man sie nicht vom Grün befreien muss.

Zutaten (für ca. 1,2 Liter Püree):

  • 900 Gramm              Erdbeeren
  • 3 Stück                      Bananen
  • 2 Teelöffel                (Kokosblüten-)Vanilllezucker – optional
  • 50 Milliliter             Wasser

 

Zubereitung:

Alle Zutaten in einen Topf geben, den Deckel verschließen und ca. 20 Minuten kochen. Ich mache es – wie immer – im Suppenkocher, da ist die Fläche, wo etwas verkochen kann, sehr gering, weil der Boden einen kleinen Durchmesser hat.  Da brennt auch nichts an, wenn der gleich von Beginn voll loslegt, denn der Saft tritt bei den Erdbeeren sehr schnell aus. Beim Kochtopf mit großem Durchmesser kann das aber schon mal schief gehen, wie ich festgestsellt habe und noch mehr Wasser würde ich nicht hinzugeben, das verdünnt zu sehr. Somit würde ich hier langsam erhitzen, bis die Erdbeeren genug Saft abgegeben haben und dann die Temperatur erst erhöhen.
Der Suppenkocher püriert nach Ende der Garzeit automatisch. Wenn man die Herstellung im Topf wählt, einfach entweder in den Standmixer geben und dort pürieren, oder aber mit dem Pürierstab direkt im Topf mixen.

Sollte es euch zu flüssig sein, könnt ihr wie gesagt noch Chiasamen hinzugeben. Entweder von Beginn an, aber es ist auch im Nachhinein kein Problem. Einfach hinzugeben, durchrühren und erst mal eine Zeit lang quellen lassen. Stört euch dann der Anblick der dunklen Samen in dem Püree, einfach nochmal 1-2 Minuten nachträglich in den Mixer geben, bzw. mit dem Pürierstab nachmixen.

Erdbeer-Bananen-Mus

Champignon-Reis mit cremiger Champignon-Sauce & Reispapier-Bacon

Dieses Gericht habe ich mal wieder in meinen Küchenhelferlein Fast-Flavour Multikocher und Soup-Chef Suppenkocher, der sich auch hervorragend für Saucen eignet, gekocht. Aber alles kann natürlich auch ganz klassisch im Topf zubereitet werden.

Der Bacon aus Reispapier wurde nach diesem Rezept zubereitet.

Zutaten (für ca. 3 Personen):

  • 250 Gramm               Naturreis (oder was ihr sonst  mögt)
  • 800 Gramm               Champignons, weiß oder braun
  • 2 Stück                       Zwiebeln, rot
  • 1 Stück                       Knoblauchzehe, groß
  • 3 Streifen                   Reispapier-Bacon
  • 2 Esslöffel                  Creme Vega
  • 1 Teelöffel                  Zitronensaft, frisch
  • 2,5 Teelöffel               Salz
  • 1 Esslöffel                  Hickory Smoke

Zubereitung:

Den Reis zusammen mit 400 gr in feine Scheiben geschnittenen Champignons (hier nehme ich braune) und 1,5 in feine Scheiben geschnittenen Zwiebeln in den Fast Flavour füllen, dazu ca. 500 Milliliter Wasser und 1,5 Teelöffel Salz geben. Pressure Setting auf 7 Minuten einstellen.  Sobald der Topf fertig ist, den Druck entweichen lassen und den Deckel abnehmen. Bei mir hat das vom Wasser her immer genau gepasst, sodass ich nichts abschütten musste. Habt ihr zu viel, wollt aber das Wasser nicht abgießen, macht die Sauce etwas dicker, dann gleicht sich das wieder aus, wenn ihr diese unterhebt.  Nun warten, bis die Sauce fertig ist.

Wer im Kochtopf zubereitet: Den Reis nach Anleitung kochen und in einem 2. Topf die Champignonscheiben mit den Zwiebelscheiben schmoren, bis sie gar sind.

Für die Sauce: Die restlichen grob gewürfelten Zutaten (hier nehme ich weiße Champignons, sieht in Sauce schöner aus) – bis auf den Reispapier-Bacon  und die Creme Vega- in  den Suppenkocher füllen, Wasser rein (der „Wasserstand“ sollte nur etwa halb so hoch sein wie das Gemüse) und auf „Smooth“ bzw. „Simmer“ (je nach Modell) stellen. Wenn die Sauce fertig gemixt wurde, die Creme Vega hinzugeben und nochmal durchmixen.

Wenn die Sauce im Topf gemacht wird, am Schluss alles im Standmixer oder mit dem Pürierstab samtig mixen. Falls ihr Angst habt, zu viel Wasser drin zu haben und somit eine zu dünne Sauce zu bekommen, schüttet etwas Flüssigkeit ab, fangt diese aber auf. So könnt ihr immer noch was hinzu geben, wenn ihr zu viel abgegossen habt. Das sieht man ja meist erst während des Püriervorgangs.

Jetzt die Sauce unter den Champignon-Reis heben und alles auf Tellern anrichten. Jede Portion mit einer Scheibe zerbröseltem Reispapier-Bacon bestreuen.

Guten Appetit!

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Sauce Hollandaise mit Cashew Kernen

Bei veganer Sauce Hollandaise habe ich mich  das ein oder andere Mal an Fertigprodukten vergriffen und es immer bereut. Auch sämtliche Versuche, sie zu pimpen, um ein halbwegs gutes Geschmacksergebnis zu erzielen, sind nicht wirklich erfolgreich gewesen. Ich habe sie schon eher als Affront gegen die guten, selbstgemachten Sachen empfunden, die man damit verunstaltete.
Also hieß das mal wieder: Selber machen, denn wir essen die Sauce nicht nur zu Spargel gerne, sondern auch zu Pommes & „Schnitzel“ Hawaii oder in der Lasagne, statt Béchamel.
Zuerst hatte ich ein Rezept mit unglaublich viel Alsan. Das war im Grunde mal nicht so schlecht, aber die Sauce blieb nicht über lange Zeit stabil, sondern das Fett trennte sich wieder vom Rest. Das ist unerfreulich, wenn sie auch geschmacklich okay war. Doch ehrlich gesagt, hab ich auch kein gutes Gewissen, mir Schaufeln voll Alsan auf den Teller zu laden. Nun mach ich sie aus Cashew Kernen und wir sind allesamt begeistert. Sowohl von den Inhaltstoffen, als auch vom Geschmack her. Ich will nicht sagen, sie schmeckt 100% authentisch, aber sie ist sehr nahe dran.

Nicht über die Mengenangabe der Cashews wundern, aber ich bemesse das wirklich nach Händen. Ich bewahre sie in einem Vorratsbehälter auf, greife rein und entnehme sie immer handweise, somit hab ich keine Ahnung, wie viel das in Gramm ist.

Zutaten:

  • 2 Hände             Cashew Kerne
  • 500 Milliliter     Wasser, kalt
  • 1 Teelöffel          Salz
  • 1/2 Teelöffel       Senf
  • 1 Teelöffel          MyEy Eigelb (oder Kala Namak & Kurkuma)
  • 1 Esslöffel          Apfelessig
  • 1 Teelöffel          Alsan
  • 1/2 Teelöffel       Muskat (optional)

 

Zubereitung:

Alle Zutaten in den Standmixer geben und 90 Sekunden auf höchster Stufe mixen. Dann in einen Topf geben und so lange unter Rühren erhitzen, bis sie die Konsistenz von Sauce Hollandaise hat.

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