Gefüllte Soja-Hacksteaks, zubereitet mit Burger-Presse

Seit einiger Zeit liebäugelte ich schon mit einer Burger-Presse, die mir schön gleichmäßige Patties herstellen kann. Bei meinen WWW-Erkundungstouren stieß ich dann aber auf eine, die mir eine gute Hilfestellung für gefüllte Patties geben sollte und  somit konnte ich nicht widerstehen. Die Presse wanderte in den Einkaufskorb (Klick zum Produkt, nur Empfehlung aus Begeisterung, ich selbst habe nichts davon) und heute endlich hatte ich Zeit und Lust die neue Errungenschaft auszuprobieren.  Was soll ich sagen? Wir sind hellauf begeistert. Wir haben die Patties nicht als Burger-Frikadellen sondern als Hacksteaks zu Pommes und Kohlrabi zubereitet und das waren mit Abstand die besten Hacksteaks, die wir jemals gegessen haben. Genau… jemals! Nicht nur die besten Veganen, sondern die besten ever.

Zutaten für die Soja-Hackmasse (für 5 Hacksteaks):

  • 1/2 Stange              Porree
  • ca. 100 Gramm      Knollen-Sellerie
  • 1 Stück                    Zwiebeln, klein
  • 1 Stück                    Zwiebeln, groß
  • 1 Stück                    Karotten,  mittelgroß
  • 1 Stück                    Knoblauchzehe
  • 1 Esslöffel              Soja-Sauce
  • 1 Teelöffel               Liquid Smoke
  • 150 Gramm            Soja-Granulat
  • 100 Gramm            Paniermehl
  • 2 Esslöffel               Guarkernmehl
  • 1 Esslöffel               Paprika geräuchert
  • 1 Teelöffel              Knoblauch-Granulat
  • 1 Esslöffel               Majoran
  • 1 Esslöffel               Sesamöl (o.ä.)
  • 1 Teelöffel               Zwiebelpulver
  • 1 Teelöffel              Salz
  • 2 Esslöffel               Senf
  • 1 Esslöffel              Tomatenmark

 

Zubereitung:

Porree, Sellerie, kleine Zwiebel (die große Zwiebel und die Knoblauchzehe kommen später in die knetbare Masse hinein)  und die Karotte putzen und in Stücke schneiden. In einen Topf füllen und mit Wasser bedeckt köcheln lassen, bis alles weich ist. (Wer einen Suppenbereiter hat, kann das alles darin machen und wählt das Programm für Cremesuppen aus. In diesem Fall wird natürlich der nächste Schritt mit dem Umfüllen in den Standmixer übersprungen, weil der Suppenkocher ja alles automatisch macht.)

Anschließend alles, inklusive Flüssigkeit, im Standmixer oder mit dem Pürierstab fein cremig mixen. Senf, Tomatenmark, Salz, Soja-Sauce, Liquid Smoke, Zwiebel- & Knoblauch-Granulat sowie das geräucherte Paprikapulver  hinzugeben und alles nochmal mixen. Ist die Masse zu dickflüssig, noch etwas Wasser hinzugeben und erneut verquirlen. Das Ganze sollte die Konsistenz von Gewürzketchup aus den hohen Kunststoff-Flaschen haben.
Alles in einen Schüssel gießen und nun das trockene Soja-Granulat (nicht vorher in Brühe kochen)  dazu geben und gut (mit einem Spatel, da heiß) unterheben. Die Masse abkühlen lassen und dann das Paniermehl, die gehackte große Zwiebel, die gehackte Knoblauchzehe, Majoran sowie das Guakernmehl hinzugeben und von Hand kräftig unterkneten. Kurz abschmecken und ggf. nach Geschmack noch nachwürzen.  Alles erneut für ca. 15 Minuten ziehen lassen.

Dann die Form zurechtlegen und mit etwas öl einpinseln. Würde man tierisches Hackfleisch nehmen, könnte man sich das Einpinseln höchstwahrscheinlich sparen. Das Soja-Hack ist jedoch in der Mixtur  kompakt aber dennoch klebrig und somit erleichtert man sich mit dem Einölen die ganze Sache doch sehr.

Nun eine Kugel formen, die so ca. in die gewölbte Innenfläche einer mittelgroßen Hand passt. Ihr  müsst es ausprobieren, wie groß die Kugeln sein müssen, das kriegt man aber recht schnell spitz. Die Kugel in die Form legen.

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Dann den Stempel für die Aussparung (auch vorher eingeölt) fest reindrücken, bis er auf dem Rahmen der Bodenform aufliegt. So habt ihr den Hohlraum für die Füllung geschaffen.

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Dann nach Herzenslust füllen. Wir haben SimplyV Genießerscheiben, eingelegte Jalapenos und Röstzwiebeln genommen.  Anschließend eine weitere, kleinere Kugel aus Hackmasse formen, platt drücken und als Deckel obenauf legen.

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Nun nochmal mit der großen Form, die exakt in die Grundplatte passt, nachdrücken und das ganze schön kompakt versiegeln.  Herausheben und auf einen (am besten auch geölten Teller) legen. Nach und nach alle Hacksteaks zubereiten.

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Nun die Steaks von beiden Seiten ca. 4-5 Minuten in der Pfanne in ausreichend Öl goldbraun braten und dann bei 150 Grad (abgedeckt) für 30 Minuten in den Backofen geben. Nach den 30 Minuten die Abdeckung entfernen und nochmal für ca. 10 Minuten weiter backen.

Anschließend einfach nur genießen.
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Vegane Aromen zur Herstellung von Pflanzenkeese

Wie ihr merkt, ist momentan meine ganze Aufmerksamkeit auf die Herstellung von Pflanzenkeese gerichtet. Anfangs hatte ich ja so meine liebe Mühe, den Keese auch nur annähernd gescheit hinzubekommen, mittlerweile klappt das ganz gut. Nun geht es für mich um’s Fein-Tuning.

In einer Gruppe bin ich auf Cheese-Flavourings von Meilleur du Chef  (Klick führt euch zu den Aromen) gestoßen. Es hieß diese sind vegan, sicherheitshalber habe ich aber selbst auch noch mal eine Produktanfrage gemacht und weiß nun ganz sicher: sie sind vegan. Da der Anbieter in Frankreich seinen Sitz hat und der Versand nach Deutschland mit etwas über 7 Euro auch nicht so günstig ist – obwohl natürlich absolut ok für die Distanz – habe ich gleich alle Aromen, die ich für Keese nutzen kann, bestellt.

Vier an der Zahl:

  • Emmentaler
  • Cheddar
  • Roquefort
  • Ziegenkäse

Eine 58 Milliliter-Flasche (mit Tropfeinsatz) kostet 3,20 Euro, außer das Cheddar Aroma, das ist mit 4,50 Euro etwas teurer.  Weitere Größen sind 115 Milliliter, 500 Milliliter und 1 Liter. Ich habe aber erst einmal die kleinste Größe genommen, da ich mir natürlich ohne es ausprobiert zu haben,  nicht sicher sein konnte, ob es uns schmeckt.

Beim Ziegenkäse-Aroma weiß ich noch nicht so recht, warum ich das bestellt habe, denn zu Omni-Zeiten mochte ich den nicht so wirklich. Aber für eine Keese-Sauce oder Frischkeese eignet sich das Aroma bestimmt gut, ich muss es nur erst mal vorsichtig einsetzen.

Wenn man an den puren Aromen riecht, tritt man schon erst mal schockiert einen Schritt zurück. Hochkonzentriert ist das echt harter Tobak. Doch in der Masse angewendet ist es einfach nur ein Traum.

Empfohlen sind 3 Milliliter Aroma auf 1 Kilogramm Masse. Ich hatte 500 Gramm Masse, hab also 1,5  Milliliter genommen (habe Emmentaler genommen).
Am besten solltet ihr das Aroma in die Masse rühren, nachdem ihr sie schon vom Herd genommen habt und sie nicht mehr kocht.

Fügt ihr das Aroma vor dem Aufkochen hinzu, dann solltet ihr – auch laut Herstellerangaben – die Menge verdoppeln.

Mein Fazit? Der Wahnsinn! Ich habe wirklich noch nie so einen authentischen, würzigen Pflanzenkeese gegessen und erst recht nicht damit gerechnet, dass ich ihn selbst herstellen kann.

Ich habe einen Keese „Emmentaler“-Style wie folgt hergestellt:

Zutaten

  • 500 Milliliter             Soja Cuisine (Cashew oder Hafer geht auch)
  • 2 Teelöffel                 Agar Agar
  • 2 Teelöffel                  Kappa Karrageen
  • 1 Teelöffel                  gestrichen, Knoblauchgranulat
  • 1 Teelöffel                 gestrichen, Zwiebelgranulat
  • 1,5 Teelöffel              Salz
  • 1 Teelöffel                 gestrichen, Kala Namak
  • 40 Gramm                 Stärke eurer Wahl
  • 10 Tropfen                Milchsäure
  • 4 Esslöffel                  Hefeflocken
  • 1 Teelöffel                 Tomatenmark
  • 1 Esslöffel                  Kokosöl
  • 1,5 Milliliter              Emmentaler-Aroma

 

Zubereitung:

Die Cuisine in einen beschichteten Topf/Pfanne geben und das Agar Agar einstreuen, dann aufkochen.  Ist die Masse heiß,  auch das Karrageen hinzufügen. (Wollt ihr das nicht verwenden, könnt ihr auch insgesamt 4 Teelöffel Agar Agar nehmen und gebt sie komplett zu Beginn in die kalte Flüssigkeit. ) Das Ganz  3-4 Minuten köcheln lassen, immer wieder mal rühren,  das Öl hinzugeben, sowie die Milchsäure und das Tomatenmark. Rühren, rühren, rühren. (Geht am besten übrigens mit einem Silikon-Spatel, da er die Masse von den Rändern und dem Boden komplett mitnimmt und somit nichts ansetzt).  Die Hitze sollte so eingestellt sein, dass es köchelt, aber nicht gleich alles anbrennt. Wenn ich es auf dem Herd mache, koche ich auf höchster Stufe auf und drehe dann auf mittlere Temperatur runter. Reicht vollkommen. Euren eigenen Herd könnt ihr natürlich besser einschätzen.

Die restlichen  trockenen Zutaten in einer kleinen Schüssel  vermischen. Nach dem Kochvorgang den Topf vom Herd nehmen und den Mix aus trockenen Zutaten einrühren. Gründlich rühren, bis alles gut vermengt ist und dann das Aroma hineingeben. Nochmal ganz ganz gründlich rühren, wenn die Masse zu fest ist könnt ihr nochmal etwas (wirklich nur etwas!) Wasser oder Cuisine hinzugeben. Es hängt ein bisschen von der Qualität eurer Stärke ab, wie fest es mit den angegebenen Mengen wird. Es sollte die Konsistenz von zähem Kochkäse haben und nicht von einem Gummi-Wurfgeschoss 😉

Anschließend alles in eine gefettete Glasform o.Ä. geben und mindestens für 2-3 Stunden im Kühlschrank lassen. Ich hole den Keese meist nach 1 Stunde aus der Form, damit er besser durchkühlt. Er lässt sich prima in Scheiben schneiden oder aber auch reiben.

Zur Haltbarkeit kann ich euch nicht viel sagen, denn so ein Keese überlebt bei uns meist nicht länger als 3-4 Tage.

Tipp: Für Bratnudeln der absolute Hammer!

Emmentaler

Cuisine-Keese … perfekt zum Reiben

Nachdem bei der Herstellung von pflanzlichem Keese der Knoten endlich geplatzt ist und die Ergebnisse richtig gut werden, habe ich mich an ein weiteres Rezept rangemacht, das ich bei Facebook auf der Seite „Komiko – Kochen mit Köpfchen“ gefunden habe. Wie immer habe ich es etwas abgewandelt.

Die vegane Milchsäure in dem Keese wurde „hochgelobt“, sodass ich mir tatsächlich welche bestellt habe, um es auszuprobieren. Es schmeckt wirklich super, ist jedoch schwer zu dosieren und somit ist mir ein Tick zu viel reingerutscht. Ich werde das Ganze beim nächsten Mal mit einer Pipette tropfenweise dosieren, dann sollte es perfekt sein. Jetzt hat er was von saurem Molke-Käse. Ich gebe hier mal 6 Tropfen im Rezept an, im Originalrezept steht 1/2 Teelöffel.

Zutaten

  • 250 Milliliter             Soja Cuisine
  • 2 Teelöffel                 Agar Agar
  • 1/2 Teelöffel              Salz
  • 2 Esslöffel                  Hefeflocken
  • 1 Stück                       Knoblauchzehe
  • 20 Gramm                Tapiokastärke
  • 5 Gramm                  Kartoffelstärke
  • 1 Teelöffel                Kokosöl
  • 6 Tropfen                  vegane Milchsäure
  • 1/2 Teelöffel             Kala Namak

 

Zubereitung

Die Cuisine habe ich zunächst in den Standmixer getan und die Gewürze (Salz, Kala Namak & Hefeflocken) , sowie die Knoblauchzehe und das Kokosöl darin fein vermixt (das schäumt, aber der Schaum verschwindet  beim Kochen wieder). Dann alles in einen gut beschichteten Topf oder eine beschichtete Pfanne geben (ich nehme immer meinen elektrischen Schnellkochtopf, da er eine gute Beschichtung hat), Agar Agar unterrühren und für ca. 2 Minuten köcheln lassen (dabei stets rühren). Dann den Topf von der Platte nehmen, die beiden Stärke-Sorten einrühren und die Milchsäure hinzugeben, alles immer weiter rühren. Dann noch mal mit nicht zu hoher Wärmequelle erhitzen und stets dabei rühren, bis die Masse gut gebunden und eingedickt ist (wird  sehr sämig). Man erkennt, dass sie gut ist, wenn sich die Masse von den Topfwänden  wegzieht. Nun alles in eine geeignete Form geben und für einige Stunden in den Kühlschrank stellen, denn erst wenn der Keese kalt wird, dickt das Agar Agar ein.

Wenn alles richtig ausgekühlt und durchgehärtet ist (war bei mir nach 3 Stunden der Fall), kann der Keese problemlos gerieben werden. Er hat nahezu dasselbe „Verhalten“ beim Reiben wie Gouda. Im Backofen schmilzt die untere Schicht, die obere gratiniert. Richtig zerlaufen ist er nicht, ich hatte die Scheibe Brot mit dem Keese jedoch auch nur 5 Minuten im Backofen. Ich könnte mir vorstellen, dass er auf Pizza, wo er über 15 Minuten hoher Hitze ausgesetzt ist, sogar zerläuft. Wenn ich das herausgefunden habe, werde ich  mal berichten.

Sahne-Keese

Brot

Pflanzen“keese“ auf Cashew-Basis

Update zum Rezept vom 13.06. 2017 über dem Bild auf dieser Seite.

Einen Ersatz für Käse herzustellen ist schon seit Beginn meiner veganen Zeit mein Steckenpferd. Doch so ganz zufrieden hat es mich immer nicht gestellt, weil sich bei der Herstellung meine Masse im Topf anders verhalten hat, als es in den angegebenen Rezepten beschrieben war.

Aber nun bin ich nach vielem Probieren endlich auf den Fehlerteufel gestoßen und schon ist der Pflanzenkeese so, wie ich ihn mir vorgestellt habe. Zwar werde ich noch etwas an der Feinjustierung schrauben, sowohl bei dem Geschmack (könnte salziger für mich sein), als auch von der Konsistenz. Er könnte noch etwas fester sein, obwohl er schon recht fest ist. Aber noch einen Tick mehr, und er lässt sich garantiert perfekt reiben. Aber ich weiß auch schon, wie ich das anstellen werde.

Die Weiterentwicklungen des Rezepts werde ich in Form von Updates „nachbessern“.

Zutaten:

  • 2 Hände (120 Gramm)              Cashew Kerne
  • 2 Teelöffel                                   Salz
  • 1 Stück                                         Knoblauch-Zehe
  • 2 Esslöffel                                   Hefeflocken
  • 1 Esslöffel                                   Ayvar    oder
  • 1 Esslöffel                                   Tomatenmark
  • 1 Messerspitze                           Kala Namak
  • 1/2 Teelöffel                               Muskat (optional)
  • 1/2 Teelöffel                               Pfeffer, grob gemahlen
  • 80 Milliliter                                Öl (Kokosöl macht es beim Auskühlen fester!)
  • 120 Milliliter                             Wasser
  • 2 Esslöffel                                  Karrageen oder entsprechend Agar Agar
  • 4 Esslöffel                                  Tapiokastärke (alternativ z.B. Kartoffelstärke)
  • Update: 1 Teelöffel                   Xantan
  • Update: 1 Teelöffel                   Kartoffelstärke
  • Wasser                                       für die Cashews, sowie Karrageen & Tapiokastärke

 

Zubereitung:

Die Cashewkerne in den Standmixer packen, mit Wasser bis zur 250 ml Marke auffüllen (wird nicht von den 120 Millilitern abgezogen, ich weiß nur die genaue Menge nicht, die es bis zur 250 Marke ausgemacht hat), dann Knoblauch, Salz, Ayvar, Hefflocken, Kala Namak, Muskat, das Öl und die 120 Milliliter Wasser dazu geben und durchmixen bis alles fein cremig ist und keine Stückchen mehr von den Cashews vorhanden sind. Sollte euer Mixer nicht so stark sein, lasst die Cashews für einige Stunden oder über Nacht einweichen.

Alles in einen gut beschichteten Topf gießen und erhitzen. Nun das Karrageen und die Tapiokastärke in den Standmixer geben, erst mal etwas Wasser einfüllen und auf geringer Stufe mixen. Sollte das Ganze gleich so dick sein, dass die Messer freidrehen, so lange immer etwas Wasser nachfüllen, bis das nicht mehr passiert. Die Masse war bei mir vom Aussehen und der Konsistenz vergleichbar mit Mayonnaise.
Ist die Cashew-Flüssigkeit heiß, den Inhalt aus dem Mixer dazugeben und einrühren. Und von nun an ständig rühren. Es soll köcheln, jedoch nicht zu heiß, damit es nicht anbrennt. Rühren, rühren, rühren, solange bis die Oberfläche des Ganzen ölig glänzend ist. Das dauert ca. 5 Minuten. Danach alles in geölte Glasschalen oder Silikonformen geben und an bei Zimmertemperatur abkühlen lassen. Dan nochmal für einige Stunden in den Kühlschrank stellen, damit er richtig fest wird.

Das Rezept ist natürlich mal wieder nur ein Grundrezept. Ihr könnt Kräuter reintun, Gemüse, Chili und, und, und. Beim Überbacken zerläuft er zwar nicht, wird aber dennoch sehr weich cremig, hat aus dem Ofen schon was von Schmelzkäse.

 

Update: Zunächst hab ich mir jetzt doch mal die Mühe gemacht, die Cashews zu wiegen.  Ich kriege pro Hand beinahe genau 60 Gramm, gefasst, macht hier also 120 Gramm.

Dann habe ich heute, als ich Nachschub produziert habe statt flüssigem Öl Kokosöl genommen, weil mir einfiel, dass dieses ja beim Erkalten auch wieder fest wird, somit unterstützt es die Konsistenz. Dann habe ich noch 1 gehäuften Teelöffel Kartoffelstärke hinzugegeben (in etwas Wasser gelöst, damit es nicht klumpt) und einen TL Xanthan, was dem Ganzen zur Festigkeit noch eine leicht „federnde“ Konsistenz gibt. Alles in Allem ist es so gut geworden, dass ich den Keese sogar reiben konnte. Er ist feuchter, als sein tierischer Kumpel, aber es geht ohne Probleme und bei ausreichender Zeit im Backofen fängt er auch an zu  blubbern und zu zerlaufen. Nicht extrem, aber deutlich erkennbar. Geschmacklich finden wir ihn richtig gut, es muss halt nur genug Würze dran.

Käse

Nudelsalat

Als ich heute eine große Schüssel Nudelsalat gemacht habe, die uns alle für das Mittag- als auch das Abendessen über den Tag brachte, fiel mir auf, dass dieser hier in der Rezeptsammlung, die das Pflanzentellerchen nun mal ist, fehlt. Früher habe ich viel auf tierische Produkte dabei zurück gegriffen und war nach meiner Umstellung auf die pflanzliche Ernährung erst mal skeptisch, ob der so ganz ohne Räuchersalami, Eier und „üblicher“ Mayo überhaupt schmecken würde. Doch das tut er … und wie!

Die Mayonnaise kann man selbst machen (dabei fällt mir auf, dass dieses Rezept hier auch noch fehlt … wird nachgeholt!), doch heute habe die fertige Mayo von Edeka bio vegan genommen, die sehr gut schmeckt. Räuchertofu hab ich heute irgendwie vergessen, obwohl ich ihn da gehabt hätte. Egal, es schmeckte auch so. Im Rezept füge ich ihn jedoch hinzu, weil ich ihn normalerweise als Protein-Quelle auch hinein tue.

Zutaten:

  • 500 Gramm           Nudeln (in unserem Fall Dinkel-Spirelli)
  • 5 Stück                   große eingelegte Gurken
  • 2 Stück                   große Zwiebeln
  • 1  Dose                    Erbsen
  • 1 Barren                 Räuchertofu
  • 2 Esslöffel              Hickory Smoke
  • 4 Esslöffel              Gurkenessig
  • 1 Teelöffel              Dijonsenf
  • 1 Esslöffel              Soja-Sauce
  • 1 Teelöffel              Salz
  • 1 Prise                    Kala Namak
  • 1 Teelöffel              Pfeffer, bunt
  • 2 Gläser                 Mayonnaise, vegan
  • 1 Becher                Creme vega
  • 4 Esslöffel             gehackte Kräuter

 

Zubereitung:

Die Nudeln kochen und abkühlen lassen, jedoch schon mit den trockenen Gewürzen, der Soja Sauce, dem Hickory Smoke und dem Gurkenessig würzen und gut vermengen. Nun noch die Zwiebeln und Gurken gewürfelt dazu geben, ebenso die Erbsen und den in kleine Stücken oder feine Streifen geschnittenen Räuchertofu. Vermengen, bis alles gleichmäßig untergehoben ist. Dann komplett abkühlen lassen und die restlichen Zutaten unterheben. Anschließend mindestens eine Stunde ziehen lassen und ggf. nochmal abschmecken. Es kommt auf die Nudeln an, wie stark sie das Gewürz aufnehmen.  Guten Appetit!

Nudelsalat

 

Eistee-Konzentrat

Heißes Wetter und Eistee sind eine perfekte Kombi. Doch der gekaufte Tee ist mir zu süß und zu künstlich.  Also habe ich mich in den letzten Tagen auf die Suche nach einer guten aber zugleich auch bequemen Alternative gemacht.

Lars von Rohe Energie hat auf Facebook ein schönes Video gepostet, doch ganz eignet sich seine Methode nicht für uns, denn mit 5 Personen halte ich mich dran und hab gar nicht so viele Gefäße für den vielen Tee, den ich über Nacht ziehen lassen müsste, damit es für alle reicht.

Durch Stefanie, eine liebe Facebook-Bekannte, habe ich dann die Inspiration bekommen und das Ganze dann für unser Gusto abgewandelt. Es geht verhältnismäßig schnell und reicht für viele Liter Eistee. Die Sorte ist ganz eurem persönlichen Geschmack überlassen, ich habe Amarena Kirschtee und türkischer Apfel (für 2 verschiedene Konzentrate) genommen, werde aber demnächst noch weitere ausprobieren.

Zutaten für ca. 500 Milliliter Konzentrat:

  • 8 Stück                  Teebeutel eurer Wahl oder entsprechend losen Tee
  • 6 Esslöffel             Zucker
  • 3 Esslöffel             Zitronensaft
  • 600 Milliliter        Wasser (es verkocht etwas, daher 600 ml, damit ihr später 500 ml habt)

 

Zubereitung:

Die Teebeutel mit dem Wasser (kochend) übergießen und ca. 30 Minuten ziehen lassen. Danach die Beutel entfernen, die restlichen Zutaten hinzugeben und alles zusammen  ca. 25 Minuten bei 100 Grad kochen lassen. In ein Flasche abfüllen, abkühlen lassen und dann im Kühlschrank aufbewahren. Nun braucht ihr pro Liter kaltem Wasser nur wenige Esslöffel um daraus leckeren Eistee zu machen. Uns reichen z.B. 4 Esslöffel auf 1 Liter.
Wenn ihr es ganz ohne Zucker mögt und das Konzentrat nicht so schnell verbraucht, dann könnt ihr es auch in Einwürfelformen gießen, einfrieren und später in einen Gefrierbeutel packen und im Eisfach aufbewahren. So lässt es sich gut portionieren, ist ruck zuck in etwas warmen Wasser aufgetaut, das ihr dann mit kaltem Wasser auffüllen könnt und es hält sich mehrere Monate.

Eistee-Konzentrat

 

 

Doppeldecker mit Pudding gefüllt

Diese Doppeldecker – so hießen sie bei uns, vielerorts heißen sie gefüllte Streuselschnecken – habe ich seit meiner Kindheit geliebt. Eine furchtbare Sauerei, sie zu essen, besonders, wenn man unterwegs beschlossen hat, sich diese Leckerei zu gönnen, aber das hat mich nicht davon abgehalten.
Seit ich vegan lebe, habe ich den Doppeldeckern dann und wann hinterhergeweint. Nicht oft, weil ich eh eher der herzhafte Typ bin, doch ab und zu überkam mich die Sehnsucht. Vor einiger Zeit habe ich dann in einer veganen Gruppe dazu das Rezept entdeckt und es für unsere Essgewohnheiten ein wenig abgewandelt.

Ich muss aber sagen: Sie waren gut, aber ich bin der Meinung, sie sind noch ausbaufähig. Doch ich wurde von mehreren Seiten gebeten, das Rezept schon mal einzustellen und werde bei Veränderungen, die sich bewährt haben, das Rezept ergänzen/verändern und auf das Update hinweisen.

 

Zutaten für 6 große Doppeldecker

Für den Grundteig:

  • 375 Gramm    Dinkelmehl 630er (Weizenmehl geht natürlich auch)
  • 75 Gramm      ( Kokosblüten)zucker
  • 1,5 Päckchen   Trockenhefe (oder entsprechend frische)
  • 45 Gramm        Alsan o.Ä.
  • 190 Milliliter   Wasser, lauwarm
  • 1/2 Teelöffel     Salz
  • 3 Tropfen          Bittermandel oder Rumaroma (optional)

 

Für die Streusel:

  • 125 Gramm      Dinkelmehl
  • 65   Gramm       Alsan o.Ä.
  • 65   Gramm       Zucker
  • 1/2 Teelöffel      Vanilleextrakt
  • 1 Esslöffel          Zitronensaft, frisch

 

Für die Füllung:

  • 1 Päckchen        veganes Vanille- oder Sahne-Puddingpulver, z.B. von Dr. Oetker oder RUF
  • 450 Milliliter     Pflanzenmilch (ich habe Kokosmilch genommen)
  • 4 Esslöffel          Zucker (oder weniger, mir ist das zu süß)
  • 1 Teelöffel          Zitronenschalen-Abrieb

 Für die Dekoration:

  • etwas                            Puderzucker

Zubereitung:

Für die Grundmasse zunächst alle trockenen Zutaten in eine Schüssel geben und vermengen. Nun die Flüssigen hinzu geben und alles gründlich verkneten. (Habe es mit der Küchenmaschine gemacht und mindestens 5 Minuten kneten lassen). Den Teig abdecken und an einem warmen Ort 30 Minuten gehen lassen.

In der Zwischenzeit die Streusel zubereiten, indem ihr auch erst wieder die trockenen Zutaten in die Schüssel tut, dann die Flüssigen und die Alsan hinzugebt und alles gründlich mit den Rührbesen eures Küchengerätes verrührt, bis es schöne Streusel ergibt und an den Rändern der Schüssel keine Mehlreste mehr kleben. Dann nochmal alles mit der Hand verkneten und zu mittelgroben Streuseln zerbröseln.

Dann noch den Pudding nach Packungsanleitung mit den hier angegebenen Zutaten zubereiten. (Achtung: Die angegebene Flüssigkeit ist die, die ihr für den Pudding braucht, bitte nicht nochmal zusätzlich die 500 ml der Packungsanleitung hinzugeben, ebenso beim Zucker. Ich habe das alles hier mit aufgeführt, damit man sich bei der Einkaufsliste daran orientieren kann und nicht plötzlich doch etwas vergessen hat).  Sobald der Pudding (er soll ziemlich dick sein) fertig ist, den Topf abdecken und abkühlen lassen).

Nachdem der Grundteig fertig gegangen ist,  unterteilt ihr ihn in 6 gleiche Stücke und rollt daraus Kugeln, die ihr platt drückt (ca. 8 cm Durchmesser) und auf euer Backblech legt. Nun noch die Streusel darauf geben, festdrücken und alles für 15-20 Minuten bei 180 Grad Ober-/Unterhitze backen, bis es goldbraun ist. Anschließend auskühlen lassen.

Danach vorsichtig wie Brötchen aufschneiden, mit dem Pudding bestreichen und den Deckel wieder draufsetzen. Am besten das Ganze nochmal eine gute Stunde ruhen lassen, damit der Pudding und die Taler komplett ausgekühlt sind. Zum Schluss noch mit Puderzucker bestreuen, wenn ihr mögt und servieren.

Streuselschnecken