Spitzkohl-Quiche mit Kartoffelpüree überbacken

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Seit der Vorweihnachtszeit geht es bei uns sehr turbulent zu, somit kam ich nicht so viel an den PC wie sonst (der zwischenzeitlich auch noch schwächelte, sodass ich schon dachte, er hat es nach vielen treuen Jahren nun komplett hinter sich, doch er hat sich nochmal erholt). Zum Teil liegen hier noch die Rezepte von Gerichten, die ich meiner Familie und/oder Gästen serviert, jedoch noch nicht geschafft habe, hier zu verewigen. Das werde ich nun im Laufe der Zeit nachholen. Nach Weihnachten ist vor Weihnachten 😉

Anfangen werde ich heute jedoch mit einem leckeren Experiment von gestern. Meine liebe Schwiegermama hat uns eine Quiche-Form geschenkt und in unserem Kühlschrank lag noch ein hilfloser Spitzkohl herum. 😀 Außerdem hatte die Vorratskammer genug Kartoffeln zu bieten, denn hier wollte ich nicht mit veganem Keese überbacken, ich fand es mit Kartoffelpüree, ähnlich wie beim Shepherd’s Pie, ansprechender.  Es hat sich gelohnt, innerhalb kürzester Zeit waren nur noch Krümel übrig.

Natürlich kann man das Ganze auch mit anderen Kohlsorten machen, ich hatte jetzt einfach den Spitzkohl vorrätig. Aber mit Wirsing, Weißkohl etc. sollte das genauso gut schmecken.

 

Zutaten:

Für den Teig (für eine 23 cm Quiche-Form)

  • 130 Gramm                             Dinkelmehl, 630er
  • 1/2 Teelöffel                            Salz
  • 50  Gramm                              Alsan
  • 7,5 Gramm                               MyEgg Eiweiß (o.ä. Eiersatz)
  • 37 Milliliter                             Wasser

 

Füllung

  • 1/2 Stück                                 Spitzkohl, mittelgroß
  • 1 Stück                                    Zwiebel
  • 1 Teelöffel                              Salz
  • 1/2 Teelöffel                            Kreuzkümmel
  • 1/3 Teelöffel                           Pfeffer, gemahlen
  • 1 Teelöffel                              Zwiebelgranulat
  • etwas                                      Öl zum Anschwitzen
  • 200  Milliliter                        Wasser
  • 2 Teelöffel                             Brühe (instant oder selbstgemacht)
  • ca. 6 Stück                             Kartoffeln, festkochend, mittelgroß
  • 20 Gramm                             Alsan
  • 150 Milliliter (ca.)                Pflanzenmilch

 

Sauce

  • 20 Gramm                             Cashew-Kerne
  • 1 Esslöffel                               Hefeflocken
  • 1 Teelöffel                              Salz
  • 1 Prise                                     Kala Namak (optional)
  • 1 Esslöffel                               Zitronensaft
  • 1 Esslöffel                               Tapiokastärke (o.ä.)

 

Zubereitung:

Teig

Mehl und Alsan entweder von Hand oder in der Küchenmaschine zu feinen Krümeln verarbeiten. Dann das MyEgg mit den 37 Millilitern Wasser gründlich verrühren und zu den Krümeln gießen. Sorgfältig verkneten, bis eine feiner, geschmeidiger Teig entsteht. Diesen zu einer Kugel formen, flach drücken und 30 Minuten im Kühlschrank ruhen lassen.

 

Füllung

Als erstes die Kartoffeln schälen und aufsetzen, sie brauchen länger als der Kohl zum Garen.

Dann für den Spitzkohl die  Zwiebel würfeln und in Öl glasig anschwitzen,  den zuvor in Streifen geschnittenen und gewaschenen Spitzkohl hinzugeben und ebenso anschmoren, bis alles etwas zusammengefallen ist. Die Brühe in die 200 Milliliter Wasser einrühren und dazu schütten und würzen. Meine Gewürze sind mal wieder nur unsere Vorliebe, es gibt bestimmt noch viele andere, die auch hervorragend dazu passen.
Ich koche übrigens alles im Dampfdrucktopf, somit brauche ich nach getaner Vorbereitung nur den Deckel fest verschließen, den Timer auf 3 Minuten stellen und abwarten. Mir kann da nichts anbrennen etc. Solltet ihr im Topf am Herd kochen, kann es sein, dass ihr zum Einen die Wassermenge zum Kochen erhöhen müsst und zum Anderen darauf achten solltet, dass nichts anschmurgelt. Tatsache ist: Wir brauchen den Spitzkohl am Ende gar, was ja auf alle möglichen Arten zu erreichen ist. 🙂 Nehmt aber nicht zu viel Wasser, es wäre schade, wenn wir den guten Geschmack nachher abschütten müssten. Ich nehme immer soviel, dass es darin gar wird und wenn noch etwas Rest übrig ist, lasse ich es dann einreduzieren.

Wenn die Kartoffeln gar sind, verarbeitet ihr sie mit der Pflanzenmilch und der Alsan zu einem mittelfesten Püree und stellt es erst einmal beiseite. (Das Püree darf nicht fließen, sollte sich aber noch mit einem Löffel einigermaßen gut verteilen lassen).

 

Sauce

Sämtliche Zutaten in den Standmixer geben und ca. 60 Sekunden mixen (bei schwächeren Mixern dementsprechend länger), bis alles samtig ist und keine Krümel mehr von den Cashews zu merken sind.

 

Finale Zubereitung:

Eure Quiche-Form einfetten und – falls ihr die Quiche später ohne die Form servieren wollt – mit zwei langen Backpapier-Streifen über kreuz auslegen. Dort könnt ihr später die fertige Quiche anheben und auf einen Servierteller legen. Zwei weitere helfende Hände wären dabei jedoch von Vorteil.

Den Teig aus dem Kühlschrank nehmen und dünn, auf die Größe eurer Form abgestimmt, ausrollen. In die Form geben und einen Rand hochdrücken.

Die Sauce zu dem Spitzkohl schütten und alles nochmal erhitzen, bis die Sauce andickt. Es darf nicht zu flüssig sein. Habt ihr das Gefühl, dass das der Fall ist, rührt noch etwas Stärke in Wasser an und gebt es hinzu, bis die Konsistenz passt. Ggf. nochmal abschmecken.

Alles auf den Teig in die Form geben (bis kurz unterm Rand, es sollten ca. ein halber bis ein Zentimeter Platz für’s Püree bleiben). Nun das Pürree darauf geben und mit einem Löffel oder einer Gabel verteilen, bis alles bedeckt ist.  Zum Schluss ein paar Muster mit der Gabel reinmachen (oder noch ein paar Tupfen mit dem Spritzbeutel draufsetzen), dann sieht es nachher umso schöner aus.

Alles bei 180 Grad Umluft für 25-30 Minuten in den Ofen geben. Wenn die Quiche fertig ist, nehmt ihr sie aus dem Ofen und lasst sie nochmal mindestens 5 Minuten ruhen, bevor ihr sie aus der Form hebt oder anschneidet.

Guten Appetit

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Kartoffel-Champignon Auflauf

Dieser Auflauf funktioniert natürlich nicht nur mit Champignons. Wir haben ihn auch schon mit Blumenkohl gemacht, was auf seine Art genauso lecker war.
Was ich für mich im Laufe der Zeit festgestellt habe: Aufläufe in kleinen Formen werden irgendwie besser, als wenn man so einen Riesen-Bottich verwendet. Wir haben uns vor kurzem kleine rechteckige Auflaufformen gekauft, die jeweils eine Portion beinhaltet. Somit muss ich zwar, wenn wir allesamt Auflauf essen, 4 Formen in den Backofen schieben, aber das geht ganz gut.

Ich habe bei  meinem Rezept einige Zutaten dabei, die etwas Spezieller sind. Diese kennzeichne ich mit „optional“, wenn sie auch einfach weggelassen werden können oder nenne direkt dahinter eine Alternative.

 

Zutaten für 4 Portionen:

Auflauf

  • 8  Stück                     Kartoffeln, festkochend, mittlere Größe
  • 500 Gramm              Champignons, braun und/oder weiß
  • 1 Stück                       Zwiebel, groß
  • 1 Barren                    Räuchertofu (optional)
  • 3 Esslöffel                 Soja-Sauce
  • 1 Esslöffel                Liquid Smoke (alternativ Rauchsalz, Obacht mit sonstigem Salz)
  • 8 Scheiben               SimplyV oder Ähnliches zum Überbacken

Sauce:

  • 80 Gramm               Cashew-Kerne
  • 1 Stück                     Knoblauchzehe
  • 1 Teelöffel                Senf
  • 1 Teelöffel                Zwiebelgranulat
  • 1/2 Becher               Creme vega (alternativ: Sojajoghurt & 1 EL Essig)
  • 1,5 Esslöffel             Tapiokastärke (alternativ Kartoffelstärke, ggf. etwas weniger)
  • 1 Prise                       Kala Namak
  • 1/2 Teelöffel            Muskat
  • 3 Spritzer                veganes Aroma Roquefort (optional)
  • auf 750 Milliliter   Wasser auffüllen

 

Zubereitung:

Die Kartoffeln schälen, in Scheiben schneiden und im Schnellkochtopf (falls vorhanden) 3 Minuten dämpfen. Wer keinen Schnellkochtopf hat, kann sie herkömmlich dämpfen, bis sie gar sind. Alternativ kann man auch Pellkartoffeln am Vortag kochen und anschließend pellen und diese dann am darauffolgenden Tag in Scheiben schneiden.

Die Champignons putzen und in Scheiben schneiden, ebenso Zwiebeln und Räuchertofu würfeln. Alles in eine Pfanne mit etwas Öl geben und brutzeln, bis die ausgetretene Flüssigkeit aus den Champignons einreduziert wurde.

 

Die Zutaten für die Sauce in einen Standmixer geben und ca. 60 Sekunden bei voller Power mixen. Habt ihr keinen Hochleistungs-Standmixer, sollten die Cashews auf jeden Fall vorher ein paar Stunden eingeweicht  werden, denn sonst bekommt ihr sie nicht so fein, dass keine feinen Krümel mehr zu merken sind.

 

Nun zuerst etwas Sauce in die Schalen geben, dann eine Schicht Kartoffeln darin auslegen, darüber eine Schicht Champignon-Mixtur. Etwas Sauce gleichmäßig darüber verteilen. Nochmal eine Schicht Kartoffen und dann Champignons hinzugeben, bis alles gleichmäßig auf die Formen verteilt wurde, den Rest Sauce gleichermaßen verteilen und zum Schluss pro Schale 2 Scheiben SimplyV darüber legen (mehr passt bei  unseren Schalen auch nicht drauf). Alles bei 180 Grad 20 Minuten überbacken.

 

Wie gesagt, es schmeckt auch lecker mit Gemüsesorten wie z.B. Blumenkohl, den man vorher aber auch garen sollte. Mit rohen Zutaten (rohe Kartoffeln, Gemüse etc.) muss die Backzeit wesentlich erhöht werden, was mir persönlich immer zu unsicher ist, da ich es schon oft hatte, dass es ungleichmäßig durchgart. Prinzipiell geht das aber natürlich.

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Der perfekte Weihnachtsbraten …

Der Titel ist gewagt, das ist mir bewusst. Natürlich kann ich bei der Behauptung auch nur von uns ausgehen, Geschmäcker sind ja bekanntlich verschieden. Es war auch nicht das erste Mal, dass ich aus Seitan Fleischersatz „gebastelt“ habe und auch die Projekte aus der Vergangenheit waren gut. Ich hatte jedoch das Gefühl, es ist noch steigerungsfähig und so habe ich mir aus vielen verschiedenen Rezepten, die ich erfragt und recherchiert habe, das mMn Beste herausgesucht und dabei ist ein wirklich guter Braten entstanden.

Wichtig ist: Er muss nach dem Garkochen einmal komplett auskühlen, denn vorher ist er noch relativ weich. Je kälter er wird, desto fester wird er auch. Mag man ihn später lieber etwas weicher, dann legt man ihn in Sauce ein und erwärmt ihn darin wieder. Will man ihn jedoch lieber fester, dann backt man ihn einige Zeit im Backofen und beträufelt ihn immer mal wieder mit Sud oder pinselt ihn mit Ölmarinade ein, damit er nicht komplett austrocknet.

Zutaten:

Für den Teig (für ca. 4 Personen):

  • 240 Gramm              Seitan Fix
  • 2 Esslöffel                 Dinkelmehl
  • 4 Esslöffel                 Hefeflocken
  • 1 Päckchen               Trockenhefe
  • 1 Esslöffel                 Sellerie-Salz (o.ä.)
  • 1 Esslöffel                  Dijon-Senf
  • 1 Teelöffel                Smoked Paprika
  • 1,5 Teelöffel             Zwiebelgranulat
  • 1/2 Teelöffel             Knoblauchgranulat
  • 1 Teelöffel                Majoran
  • 2 Esslöffel                 Olivenöl
  • ca. 10 Scheiben        Rote Beete, eingelegt
  • Saft                             roter Beete
  • auf 360 Milliliter     Wasser auffüllen

 

Zutaten für den Koch-Sud:

  • ca. 2 Liter                  Wasser
  • 4-5 Stück                   Knoblauch-Zehen
  • 2 Stück                       Zwiebeln, groß, gewürfelt
  • 100 Milliliter            Soja-Sauce
  • 1 Esslöffel                 Liquid Smoke
  • 3 Esslöffel                  Sauerbratengewürz
  • 2 Teelöffel                 Zwiebelgranulat
  • 2 Esslöffel                 Aceto Balsamico

 

Zubereitung:

Seitan Fix, Dinkelmehl und Trockenhefe vermengen. Alle anderen Zutaten in einen Standmixer geben und mit Wasser bis auf 360 Milliliter auffüllen. Alles gut durchmixen und zu der Trocken-Mixtur geben. Gründlich verkneten, bis ein gleichmäßiger Teig entsteht, der zwar kompakt, aber nicht zu fest ist. Sollte das der Fall sein, dann noch etwas Wasser hinzugeben und gründlich verkneten. Sollte der Teig zu feucht sein (er muss eine leicht gummiartige Konsistenz heben – die Betonung liegt auf leicht- ), dann noch etwas Seitan Fix hinzugeben und verkneten.

Nun den Teig abgedeckt eine Stunde gehen lassen. Danach nochmal durchkneten, zu einer Rolle formen und in ein sauberes Tuch (ohne Weichspüler gewaschen) oder  ein Wäschenetz fest einwickeln und die Enden mit Band fest verschnüren, sodass er aussieht wie ein Riesen-Bonbon.

In der Zeit, in der der Teig gehen musste, schon mal den Sud ansetzen und diesen, kurz bevor der Teig eingerollt wird, zum Kochen bringen.

Den in das Tuch gewickelten Braten in den Sud gleiten lassen und abgedeckt ca. 1 Stunde simmern lassen. Gegebenenfalls nach der Hälfte der Zeit einmal drehen, falls der Braten nicht komplett mit Sud bedeckt sein sollte (er schwimmt gerne etwas nach oben).

Wenn die Kochzeit um ist, den Braten vorsichtig auswickeln und komplett abkühlen lassen. Dann nach Herzenslust von Außen nochmal würzen (z.B. mit Senf einpinseln und dann mit Paprika und Kräutern würzen) und in der Pfanne von allen seiten braun braten oder im Ofen backen, bis er schön braun und knusprig ist.

Aufschneiden und genießen.

Der Braten eignet sich auch hervorragend als Bratenaufschnitt für’s Brot.

Meine Kamera fängt leider die Farben nicht so gut ein (sie macht generell keine super Bilder, wie ihr alle schon gemerkt haben dürftet :D) aber der Braten ist beim Aufschneiden durch die rote Beete schön rosig. Für alle Hasser der Knolle: Man schmeckt sie nicht raus.

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Vogelfutter-Ringe

Heute geht es nicht um das leibliche Wohl der Menschen, sondern um unsere gefiederten Freunde. Die Ernährung der Vögel stellt nämlich ein größeres Problem in den letzten Jahren dar, als man es, ohne sich weiter zu informieren, glauben mag. Ich war auch wirklich überrascht, wie es um sie steht. Doch wenn man sich die erschreckenden Zahlen der Insekten-Population (Glyphosat & co sei Dank Ironie off) ansieht, dann kann man sich lebhaft vorstellen, welche Auswirkungen das auf den Speiseplan unserer Vögel hat. Denn diese können sich nicht mal mehr im Sommer richtig satt fressen, da die Anzahl an Insekten drastisch abgenommen hat. Da ist der Winter fast schon der sichere Tod, wenn sie nicht unterstützt werden. Im Übrigen rät man mittlerweile auch im Sommer zur Zufütterung, denn wie gerade schon gesagt: Die noch vorhandenen Insekten sind einfach zu wenig.
Und natürlich sind die Vögel nicht die einzigen Tiere, die von dieser Katastrophe betroffen sind, doch heute fangen wir einfach mal mit ihnen an, was nicht heißt, dass man vor der Misere der anderen Arten die Augen verschließt.

Diese Vogelfutter-Ringe herzustellen ist keine große Arbeit und teuer ist es auch nicht. Für das Fett und das Vogelfutter zusammen haben wir 4 Euro ausgegeben und damit 27 Stück hergestellt. Von dem Sack Vogelfutter (2,5 Kilo) ist sogar  noch ca. die Hälfte vorhanden. Wie lange ihr damit auskommt, hängt natürlich von der Größe des Areals und dem Aufkommen der Vögel an.
Diese Arbeit kann man gut mit Kindern zusammen machen, was sie zum einen für die Situation sensibilisiert und zum anderen noch Spaß macht.
Das Gute an den selbstgemachten Vogelfutter-Ringen ist, dass dort auch hart gewordene Reste von unseren selbst gebackenem Brot in zerkleinerter Form mit hinein gegeben werden können und was sonst noch an für Vögel tauglichen Resten anfällt.

 

Zutaten:

  • 1 kg                   Kokosfett
  • ca. 1 kg             Vogelfutter-Mischung
  • etwas                Speiseöl

 

Zubereitung:

Das Kokosfett bei mäßiger Hitze flüssig machen (es sollte wirklich nur flüssig und nicht heiß sein) und dann die Körner hinzugeben. Alles gut durchmischen und einen Schuss Speiseöl hinzugeben, was verhindert, dass die Mischung nach dem Erkalten zu fest wird. Alles in geeignete Formen (am besten Silikon, da lässt es sich sehr leicht herauslösen) füllen und im Kühlschrank oder auf der Fensterbank aushärten lassen, vorzugsweise über Nacht. Dann mit einem Bändchen versehen, sofern man sie aufhängen will. Wir haben einige zum Aufhängen und einige zum Befüllen der Vogelhäuschen gemacht, die somit kein Band brauchten.

Solltet ihr keine Formen haben, so könnt ihr die Masse erkalten lassen, bis sie gut formbar ist und dann daraus Knödel formen. Diese können dann zum Aufhängen in Netze gefüllt werden (z.B. in die Netze von Knoblauchknollen) oder aber ihr legt sie in Futterstationen.

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Ketchup selbstgemacht

Ketchup selbstzumachen hat mich schon immer gereizt, jedoch fand ich die Variante aus ganz frischen Tomaten immer sehr aufwändig, da man ab einem gewissen Punkt permanent dabei stehen und rühren muss, damit es nicht anbrennt oder die ganze Küche vollspritzt.

Aus Tomatenmark jedoch kann man Ketchup ganz schnell ohne großen Aufwand selbst machen. Man sollte beim Kauf des Tomatenmarks jedoch darauf achten, dass kein zusätzlicher Zucker drin ist (oder sonstige Zusatzstoffe außer ggf. Salz, die da nicht rein gehören.) Ganz ohne Zucker geht es dennoch nicht, denn in den Früchten selbst steckt natürlich auch Zucker und da wir es mit Konzentrat zu tun haben, summiert  dieser sich. Aber auch, wenn wir eine ganze Menge Mark brauchen, ist das ja hier ein Rezept für eine Vorrats-Ration, denn im Kühlschrank hält sich der Ketchup einige Wochen (angeblich sogar Monate, doch das schafft der in unserem Hause nicht)  und man isst ja (für gewöhnlich) nicht Unmengen auf einmal.

Hier mal zwei Beispiel-Rezepte für eine milde und eine scharfe Variante. Das Feintuning ist mal wieder ganz euren Vorlieben und eurer Fantasie überlassen. Ihr mögt es noch fester: noch etwas Mark hinzu, bis es passt. Flüssiger: Wasser hinzu, bis es passt. Ihr könnt von der Süße bis hin zur Würze alles nach Wunsch anpassen.

Zutaten:

Ketchup mild: 

  • 300 Gramm                    Tomatenmark aus der Tube
  • 160 Milliliter                  Wasser
  • 80 Milliliter                    Weißwein-Essig oder Apfel-Essig
  • 35 Gramm                      Kokosblütenzucker (o.ä. wie z.B. Ahornsirup)
  • 2 Teelöffel                      Salz
  • 1 Teelöffel                      Zwiebel-Granulat
  • 1 Teelöffel                      Smoked Paprika

 

Ketchup scharf:

  • 300 Gramm                 Tomatenmark aus der Tube
  • 160 Milliliter               Wasser
  • 80 Milliliter                 Weißwein-Essig oder Apfel-Essig
  • 35 Gramm                   Kokosblütenzucker (o.ä. wie z.B. Ahornsirup)
  • 2 Teelöffel                    Salz
  • 1 Teelöffel                    Liquid Smoke
  • 1 Teelöffel                    Chili, getrocknet & gemahlen   oder
  • 1 Teelöffel                    Currypaste scharf
  • 1 Teelöffel                     Curry
  • 1 Teelöffel                     Smoked Paprika
  • 1 Teelöffel                     Zwiebel-Granulat

 

Zubereitung:

Alle Zutaten in einen Mixer geben und so lange verquirlen, bis sich der Zucker aufgelöst hat. Abfüllen, fertig!

Es kann passieren, dass sich nach einer gewissen Standzeit ein wenig Wasser oben absetzt. Das kennt man von früher von Ketchup auch. Überhaupt nicht schlimm. Vor Gebrauch einmal kräftig schütteln und alles ist chic.

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Kartoffelsalat

Kartoffelsalat ist für mich seit meiner Kindheit der Favorit unter den Party-Salaten. Auf der Liste der liebsten Küchenarbeiten stand er aber immer ganz unten. Aus Pellkartoffeln schmeckt er zweifelsohne mMn am Besten, jedoch hab ich auf die Arbeit immer keine Lust. Zumal es gar nicht so einfach ist, gleichgroße Kartoffeln zu bekommen, die dann auch gleichmäßig durchgaren.  Aber nun hab ich eine Methode, die ich als sehr angenehm empfinde und hier somit verewige.

Zutaten:

  • 10 Stück                 Kartoffeln, mittelgroß, festkochend
  • 1 Stück                   Zwiebel, groß
  • 1 Teelöffel              Salz

 

Für die Salat-Mayonnaise:

  • 75 Milliliter            Sojamilch
  • 120 Milliliter          Öl, neutral
  • 1 Teelöffel               Senf
  • 1 Teelöffel               Salz
  • 1 Prise                     Kala Namak
  • 1 Teelöffel              Essigessenz
  • 1 Esslöffel              Dill getrocknet oder
  • 1 Bund                    Dill, gehackt

 

Zubereitung:

Am besten ist, die Kartoffeln schon einen Abend früher zuzubereiten und über Nacht auskühlen zu lassen.  Solltet ihr den Salat am gleichen Tag herstellen, an dem ihr ihn essen möchtet, dann lasst die Kartoffeln auf einem Küchenhandtuch ausgebreitet auskühlen. So geht es am schnellsten. Denn auskühlen müssen sie, denn erst dadurch werden sie wieder fest genug, auf dass euch nicht alles beim Unterheben der Mayonnaise zermatscht.

Die Kartoffeln schälen und in gleichmäßig dünne Scheiben schneiden (ich mache sie 5 mm dick auf einem Gurkenhobel).  Danach waschen und 1 Stunde lang komplett mit Wasser bedeckt ruhen lassen. Anschließend das Wasser wegschütten und die Kartoffeln nochmal gut abspülen.  Nun die Kartoffelscheiben kochen, bis sie gar sind. (Dauert nur wenige Minuten). Ich dämpfe sie im Schnellkochtopf und sie sind nach 3 Minuten gar. Alles in eine Schüssel umfüllen (oder aber auf dem Handtuch ausbreiten).

Nun die gehackte Zwiebel unterheben (natürlich nicht auf dem Handtuch, da müsst ihr die Zwiebel dann später hinzufügen), und alles auskühlen lassen.

 

Zubereitung Mayonnaise:

Die Sojamilch in einen Mixbehälter geben und einmal durchmixen (entweder im Standmixer oder mit dem Pürierstab).

Dann die restlichen Zutaten (außer Dill) hinzugeben und alles durchmixen, bis die Mayonnaise standfest ist.

Finale Zubereitung:

Nun die Mayonnaise über die Kartoffel-Zwiebel-Mischung geben, Dill ebenso und alles vorsichtig unterheben, bis es gleichmäßig vermengt ist. Dann erst mal 1-2 Stunden ziehen lassen und nochmal abschmecken. Der Salat sollte säuerlich sein, somit muss ich hier meistens nochmal eine gute Portion Weißwein-Essig hinzugeben, bis es passt. Aber das ist natürlich Geschmacksache.

Ihr könnt natürlich zusätzlich zu den Zwiebeln auch noch gewürfelte Essiggurken, Erbsen, etc. hinzugeben. Wir mögen ihn nur mit Kartoffeln & Zwiebeln.  Wer Dill nicht mag, kann es natürlich auch durch andere Kräuter wie z.B. Petersilie, Schnittlauch, Rosmarin, Liebstöckel etc. ersetzen.

Kartoffelsalat

 

Curry-Reissalat

Seit einigen Jahren hatten wir diesen Reissalat, den wir alle lieben, nicht mehr und keiner weiß so genau, warum wir aufgehört haben, ihn zu machen. Irgendwie geriet er einfach in Vergessenheit und das hat er einfach nicht verdient.

Ich halte ihn relativ minimalistisch, was die Zutaten neben dem Reis betrifft, man kann noch jede Mange anderes mit hinzutun. Räuchertofu in Streifen schmeckt sicherlich, ebenso wie eingelegte Silberzwiebeln, Erbsen, Mango und/oder Ananas, Avocado, Frühlingszwiebeln etc.  Notieren werde ich das Rezept jetzt einfach so, wie ich den Salat heute zubereitet habe. Alles Weitere ist wie immer eurer Fantasie überlassen 🙂  Optisch wird er noch schöner, wenn ihr verschiedenfarbige Paprika verwendet, ich hatte heute jedoch nur rote da.

Zutaten:

  • 500 Gramm                  Reis, natur o.Ä.
  • 1 Stück                           Zwiebel, groß, gewürfelt
  • 2 Stück                          Paprika
  • 1 Dose                            Mais
  • 1 Dose                            Kidneybohnen
  • 2 Esslöffel                      Soja-Sauce
  • 1 Teelöffel                     Liquid-Smoke

Für die Salat-Sauce:

  • 100 Milliliter                Soja-Milch (eine, die sich für Mayonnaise eignet)
  • 200 Milliliter                neutrales Öl
  • 1 Teelöffel                    Senf
  • 1 Esslöffel                    Tomatenmark
  • 1 Teelöffel                   Salz
  • 1 Prise                          Kala Namak
  • 1 Esslöffel                    Zwiebelgranulat
  • 1 Teelöffel                    Knoblauchgranulat
  • 1 Teelöffel                    Smoked Paprika
  • 1 Teelöffel                    Curry mild oder scharf
  • 1 Stück                          Limette, Saft davon
  • 1 Esslöffel                     Ahorn-Sirup (optional)
  • 1/2 Becher                    Creme Vega (optional)

 

Zubereitung:

Den Reis mit einem Teelöffel Salz und einem Teelöffel Curry kochen. Dann zieht das Gewürz schon schön mit hinein. Das macht den Reis zwar farblich nicht so ansehnlich, jedoch sieht man das nachher eh nicht mehr, sobald die Salat-Mayonnaise hinzukommt. Wenn er fertig gekocht ist, auskühlen lassen.

Dann die gewürfelten Paprika & Zwiebeln hinzugeben, ebenso die Kidneybohnen & den Mais, sowie die Soja-Sauce & Liquid Smoke und alles gut unterheben.

Dann die Soja-Milch in das Rührgefäß geben, in dem ihr die Mayonnaise anmischen wollt. Einmal gut durchmixen, dann die restlichen Zutaten hinzugeben und alles nochmal so lange mixen, bis die Mayonnaise standfest geworden ist.  Wer es schärfer mag, fügt den Gewürzen für die Mayonnaise noch Chili hinzu. Über den Salat geben und gleichmäßig unterheben.

Guten Appetit! 🙂

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